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<title>Ölsand</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Ölsand</span></h1>
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</div>
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<p><b>Ölsand</b> oder <b>Teersand</b> ist ein Gemenge aus verschiedenen, jedoch meist aus <a href="Quarz" title="Quarz">Quarz</a> bestehenden, überwiegend <a href="Sand" title="Sand">sandkorngroßen</a> Mineralkörnern, einem an flüchtigen Bestandteilen abgereicherten <a href="Erd%C3%B6l" title="Erdöl">Erdöl</a> und <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a>. Je nach <a href="Viskosit%C3%A4t" title="Viskosität">Viskosität</a> und Grad der Abreicherung wird dieses Öl als <a href="Schwer%C3%B6l_(Geologie)" class="mw-redirect" title="Schweröl (Geologie)">natürliches Schweröl</a> (noch relativ flüssig) oder <a href="Asphalt_(Geologie)" title="Asphalt (Geologie)">Naturbitumen</a> (sehr zäh oder fest) bezeichnet.
</p><p>Ölsanden gemein ist ihre Lagerung in relativ geringer <a href="Teufe" title="Teufe">Teufe</a> (wenige 100&nbsp;m). Oft <a href="Anstehendes_Gestein" title="Anstehendes Gestein">stehen</a> sie sogar direkt an der Erdoberfläche an. Sandsteine, die in größerer Tiefe lagern und aus denen ohne spezielle Förderverfahren <a href="Erd%C3%B6lraffinerie#Raffinerieverfahren" title="Erdölraffinerie">raffinationsfähiges</a>, „leichtes“ Rohöl gewonnen werden kann, sind eher als <i>erdölhöffige</i> oder <i>-führende Sandsteine</i> denn als <i>Ölsande</i> anzusprechen. <i>Teersand</i> ist eine Bezeichnung, die fachsprachlich veraltet ist, da <a href="Teer" title="Teer">Teer</a> zwar auch eine zähflüssige Masse ist, aber ein <a href="Pyrolyse" title="Pyrolyse">Pyrolyserest</a> und kein Rohölbestandteil ist und daher chemisch etwas anderes darstellt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die weltweit bedeutendsten Ölsand-Vorkommen befinden sich in <a href="Wirtschaft_Kanadas#Energie" title="Wirtschaft Kanadas">Kanada</a> und <a href="Venezuela#Wirtschaft" title="Venezuela">Venezuela</a>. An oder sehr nahe der Erdoberfläche befindliche Ölsande werden im <a href="Tagebau" title="Tagebau">Tagebau</a> abgebaut. Aus tiefer lagernden Ölsanden kann Bitumen oder sogar relativ „leichtes“ Rohöl mit sogenannten <a href="In-situ" class="mw-redirect" title="In-situ">In-situ</a>-Methoden (z.&nbsp;B. die Injektion von Wasserdampf in die Lagerstätte) gewonnen werden. In <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a> und am <a href="Oberrhein" title="Oberrhein">Oberrhein</a> wurden Ölsande auch bergmännisch <a href="Untertagebau" title="Untertagebau">unter Tage</a> abgebaut.
</p><p>Im Zuge steigender Ölpreise und des technischen Fortschrittes wird die Gewinnung von synthetischem Rohöl aus Ölsand immer rentabler. Die Regierung Kanadas fördert die Ausbeutung von Ölsanden und sieht hierin einen wichtigen, zukunftssichernden Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 2011 lieferten Ölsande gut 10&nbsp;% des weltweit geförderten Erdöls.<sup id="cite_ref-Liggio_2016_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Liggio_2016-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung_und_Zusammensetzung">Entstehung und Zusammensetzung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemeines">Allgemeines</h3></div>
<p>Es wird davon ausgegangen, dass Ölsande in den meisten Fällen dadurch entstehen, dass ein sandiges, mehr oder weniger konsolidiertes Sedimentgestein mit einem geringen Anteil primären organischen Kohlenstoffs von aus der Tiefe aufsteigendem Rohöl imprägniert wird. Hierin besteht ein wichtiger Unterschied zum <a href="%C3%96lschiefer" title="Ölschiefer">Ölschiefer</a>, bei dem es sich um ein eher feinkörniges (<a href="Pelit" title="Pelit">pelitisches</a>) potenzielles <a href="Erd%C3%B6lmuttergestein" class="mw-redirect" title="Erdölmuttergestein">Erdölmuttergestein</a> mit hohem Anteil an primärem organischem Kohlenstoff handelt. Die meisten Ölsandlagerstätten sind folglich nichts anderes als oberflächennahe Erdöllagerstätten. Durch Kontakt des Rohöls mit Sauerstoff und den Verlust der leicht flüchtigen, kurzkettigen Bestandteile ist das ursprünglich relativ niedrigviskose Öl auf natürliche Weise in zähes Bitumen umgewandelt worden. Das Öl ist entweder direkt aus dem Muttergestein bis in oberflächennahe Sedimente <a href="Migration_(Geologie)" title="Migration (Geologie)">migriert</a> oder stammt aus einer Primärlagerstätte unterhalb des Ölsandvorkommens. Ölsande finden sich daher oft in Gegenden, in denen es auch „echte“ (konventionelle) Erdöllagerstätten gibt.
</p><p>Einige Ölsande könnten allerdings auch direkt aus organikreichen, sandigen Sedimenten entstanden sein und gehörten demnach zu einer eigenständigen Form von <a href="Kohlenwasserstoff" class="mw-redirect" title="Kohlenwasserstoff">Kohlenwasserstofflagerstätten</a>.
</p><p>Die Mineralfraktion besteht überwiegend aus Quarz, zu geringeren Anteilen auch aus anderen Mineralen, z.&nbsp;B. <a href="Feldspat" title="Feldspat">Feldspat</a>, <a href="Glimmergruppe" title="Glimmergruppe">Glimmer</a>, <a href="Rutil" title="Rutil">Rutil</a>, <a href="Zirkon" title="Zirkon">Zirkon</a>, <a href="Turmalin" class="mw-redirect" title="Turmalin">Turmalin</a> oder <a href="H%C3%A4matit" title="Hämatit">Hämatit</a> sowie Tonmineralen, wie z.&nbsp;B. <a href="Kaolinit" title="Kaolinit">Kaolinit</a>. Der Kohlenwasserstoffanteil in den Sanden liegt zwischen einem und 18&nbsp;%. Ölsand mit einem Kohlenwasserstoffgehalt von unter 6&nbsp;% abzubauen ist technisch möglich, jedoch zurzeit (Stand 2007) unwirtschaftlich. Im Durchschnitt wird aus 2&nbsp;Tonnen Ölsand ein <a href="Barrel" title="Barrel">Barrel</a> (159&nbsp;Liter) Rohöl gewonnen.
</p><p>Die Bezeichnung <i>Teersand</i> ist zumindest im Deutschen irreführend, da <a href="Teer" title="Teer">Teer</a> zwar auch eine schwärzliche hochviskose Masse aus makromolekularen Kohlenwasserstoffen ist, aber nicht durch Abreicherung oder Destillation von Rohöl entsteht, sondern durch <a href="Pyrolyse" title="Pyrolyse">Pyrolyse</a> erzeugt wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="„Hydrophilie“_von_Ölsanden"><span id=".E2.80.9EHydrophilie.E2.80.9C_von_.C3.96lsanden"></span>„Hydrophilie“ von Ölsanden</h3></div>

<p>Einige Ölsande werden bezüglich ihrer Zusammensetzung als „<a href="Hydrophilie" title="Hydrophilie">hydrophil</a>“ (engl. auch <i><span lang="en">water-wet</span></i>, ‚wasserbenetzt‘) bezeichnet. Die Charakterisierung als „hydrophil“ ist allerdings irreführend, da Hydrophilie eine Eigenschaft von Oberflächen oder, in kleinerem Maßstab, von Molekülen ist. Ölsand ist jedoch ein Gemisch aus verschiedensten Stoffen, deren Oberflächen bzw. Moleküle teils hydrophil teils aber auch hydrophob sind. Ölsand sollte demzufolge nicht durch den Begriff „hydrophil“ gekennzeichnet werden. Das treffendere Attribut ist in diesem Fall „<span lang="en">water-wet</span>“.<sup id="cite_ref-Czarnecki05_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Czarnecki05-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>„<span lang="en">Water-wet</span>“ bedeutet, dass die Mineralkörner nicht direkt mit Bitumen in Kontakt stehen, sondern von einem mehr oder weniger geschlossenen, dünnen Wasserfilm überzogen sein sollen. Indes gibt es bislang keinen direkten Nachweis, dass zwischen Bitumen und Mineralkörnern tatsächlich solche Wasserfilme existieren.<sup id="cite_ref-Czarnecki05_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Czarnecki05-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Hypothese zur Existenz solcher Wasserfilme wird damit untermauert, dass viele saubere Mineraloberflächen, u.&nbsp;a. die von Quarz, tatsächlich hydrophil sind. War der Sedimentkörper vor der Imprägnation mit Öl wassergesättigt, bliebe aufgrund der Hydrophilie der Quarzkörner Wasser auf den Kornoberflächen zurück. Auch nachträglich in den Ölsand eingedrungenes Wasser würde sich aufgrund der Hydrophilie der Quarzkörner an jene anlagern. Auch die Anwendbarkeit der <a href="#Bitumen-Extraktion">Heißwasser-Extraktion</a> gilt als Beleg dafür, dass ein Ölsand „<span lang="en">water-wet</span>“ ist.<sup id="cite_ref-Czarnecki05_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-Czarnecki05-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Gegenteil von „<span lang="en">water-wet</span>“ ist „<span lang="en">oil-wet</span>“ (engl.: ‚ölbenetzt‘). „<span lang="en">Oil-wet</span>“ bedeutet, dass die Kornoberflächen „trocken“ sind bzw. direkt mit dem Bitumen in Kontakt stehen. Die Begriffe „<span lang="en">water-wet</span>“ und „<span lang="en">oil-wet</span>“ werden nicht nur im Zusammenhang mit Ölsanden, sondern auch im Zusammenhang mit anderen Erdöllagerstätten in klastischen Sedimentgesteinen genutzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorkommen">Vorkommen</h2></div>


<p>Ölsandlagerstätten gibt es auf der ganzen Welt, die größten befinden sich in <a href="Venezuela" title="Venezuela">Venezuela</a> und <a href="Alberta" title="Alberta">Alberta</a> (<a href="Kanada" title="Kanada">Kanada</a>). Die Ölsandreserven machen rund ein Viertel der weltweiten Öl-Reserven aus.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orinoco-Ölsand"><span id="Orinoco-.C3.96lsand"></span>Orinoco-Ölsand</h3></div>
<p>Etwa ein Drittel der weltweiten Ölsandvorkommen lagern im <a href="Orinoco" title="Orinoco">Orinoco</a>-Schwerölgürtel in Venezuela. Experten des <span lang="en"><a href="US_Geological_Survey" class="mw-redirect" title="US Geological Survey">US Geological Survey</a></span> schätzen die Gesamtvorkommen („<span lang="en">in-place</span>“, d.&nbsp;h. einschließlich des technisch nicht abbaubaren Volumens) auf 1,3&nbsp;Billionen Barrel (≈&nbsp;207&nbsp;km³) Bitumen oder Schweröl. Die technisch förderbaren Reserven im Orinoco-Schwerölgürtel werden auf 513 Milliarden Barrel geschätzt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere Quellen gehen (Stand Mai 2013) von 298 Milliarden Barrel wirtschaftlich förderbarem Bitumen bzw. Schweröl aus.<sup id="cite_ref-DNRC2013a_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-DNRC2013a-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zählte man Ölsand-Bitumen und Schwerölvorkommen zu den Erdölreserven eines Landes hinzu,<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wäre Venezuela damit das ölreichste Land der Erde, noch vor Saudi-Arabien.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Alberta-Ölsand"><span id="Alberta-.C3.96lsand"></span>Alberta-Ölsand</h3></div>
<p>Ein weiteres Drittel mit 1,8&nbsp;Billionen Barrel Bitumen (≈&nbsp;286&nbsp;km³) lagert in einem Areal von 140.000&nbsp;km²<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> unter den <a href="Borealer_Nadelwald" title="Borealer Nadelwald">borealen Nadelwäldern</a> im Norden <a href="Kanada" title="Kanada">Kanadas</a> westlichster <a href="Pr%C3%A4rieprovinz" class="mw-redirect" title="Prärieprovinz">Prärieprovinz</a> Alberta. Dies sind unter anderem die sogenannten <a href="Athabasca-%C3%96lsande" title="Athabasca-Ölsande">Athabasca-Ölsande</a>. Davon galten Februar 2013 etwa 169&nbsp;Milliarden Barrel als wirtschaftlich gewinnbar.<sup id="cite_ref-DNRC2013b_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-DNRC2013b-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unter Einbeziehung der Ölsand-/Bitumen- und Schwerölvorkommen ist Kanada das Land mit den drittgrößten Ölvorkommen der Erde.<sup id="cite_ref-DNRC2013a_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-DNRC2013a-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Lagerstätten"><span id="Weitere_Lagerst.C3.A4tten"></span>Weitere Lagerstätten</h3></div>
<p>Weitere Lagerstätten befinden sich in <a href="Saudi-Arabien" title="Saudi-Arabien">Saudi-Arabien</a> und anderen Ländern des <a href="Naher_Osten" title="Naher Osten">Nahen Ostens</a>. In den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> sind die <a href="Utah" title="Utah">Utah</a>-Ölsande mit 32&nbsp;Milliarden Barrel bedeutend. In Deutschland sind bei <a href="Wietze" title="Wietze">Wietze</a>, im Süden der <a href="L%C3%BCneburger_Heide" title="Lüneburger Heide">Lüneburger Heide</a>, von 1920 bis 1963 Ölsande des „Wealden“ (Unterkreide) <a href="Bergbau" title="Bergbau">bergmännisch</a> in 220 bis 250&nbsp;m <a href="Teufe" title="Teufe">Teufe</a> <a href="Abbau_(Bergbau)" title="Abbau (Bergbau)">abgebaut</a> worden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch bei <a href="Merkwiller-Pechelbronn" title="Merkwiller-Pechelbronn">Pechelbronn</a> im <a href="Elsass" title="Elsass">Elsass</a> wurde Ölsand im Schachtbetrieb gewonnen<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> &nbsp;– dort aus der eozän-oligozänen <a href="Pechelbronn-Formation" class="mw-redirect" title="Pechelbronn-Formation">Pechelbronn-Formation</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abbau_und_Gewinnung">Abbau und Gewinnung</h2></div>

<p>Der Ölsandabbau kann im <a href="Tagebau" title="Tagebau">Tagebau</a> oder „<a href="In_situ" title="In situ">in situ</a>“ erfolgen. Die Auswahl des Gewinnungsverfahrens erfolgt nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der Hauptfaktor dabei ist die Deckgebirgsmächtigkeit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tagebau">Tagebau</h3></div>
<p><a href="Untertagebau#Unterschiedliche_Teufe" title="Untertagebau">Oberflächennahe</a> Ölsandlagerstätten können im Tagebau gewonnen werden, ganz ähnlich wie die <a href="Braunkohle" title="Braunkohle">Braunkohle</a> in Deutschland. In den kanadischen Ölsandlagerstätten liegt die Wirtschaftlichkeitsgrenze für die Ölsandförderung im Tagebau bei 75&nbsp;m Deckgebirgsmächtigkeit. Bei im Tagebau gewonnenem Ölsand muss die Kohlenwasserstofffraktion nachträglich von der Mineralfraktion getrennt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="In-situ-Verfahren">In-situ-Verfahren</h3></div>
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/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><div class="thumb tright vl-mehrere-bilder" style="width:232px;"><div class="thumbinner"><div><div class="thumbimage"><span typeof="mw:File"></span></div></div><div><div class="thumbimage"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align:left">Fördersonde (oben) und <a href="Dampferzeuger" title="Dampferzeuger">Dampferzeuger</a> (unten) einer SAGD-Anlage im Athabasca-Ölsandrevier in Alberta</div></div>
<div style="clear:both;"></div>
</div></div>
<p>Bei Lagerstätten, die sich zu tief unter der Oberfläche befinden, um im Tagebau ausgebeutet zu werden, kommen sogenannte <i>In-situ</i>-Verfahren zum Einsatz. <i>In situ</i> bedeutet „an Ort und Stelle“ und bezieht sich darauf, dass die Kohlenwasserstoffe bereits unter Tage, in der Lagerstätte von der Mineralfraktion getrennt und bei einigen dieser Verfahren sogar in einen annähernd raffinationsfähigen Zustand gebracht werden.
</p><p>Die In-situ-Techniken funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Die langkettigen werden in kurzkettigere Kohlenwasserstoffe aufgespalten. Dadurch nimmt die <a href="Viskosit%C3%A4t" title="Viskosität">Viskosität</a> der Kohlenwasserstoffmixtur ab – sie wird fließfähiger und kann relativ leicht aus der Lagerstätte abgepumpt werden. Die folgende Auflistung enthält eine Auswahl von mehr oder weniger häufig bei der Förderung von Bitumen und natürlichem Schweröl angewendeten In-situ-Verfahren.
</p>
<dl><dt>SAGD (<span lang="en">steam assisted gravity drainage</span>)</dt></dl>
<p>„Dampfunterstützte Schwerkraftdrainage“: Durch den horizontalen Endabschnitt einer Bohrung wird Wasserdampf in die Lagerstätte gepresst. Der technische Vorgang des Einpressens wird auch <i>Injektion</i> genannt und die entsprechende Bohrung wird daher als Injektionsbohrung bezeichnet. Die zähen Kohlenwasserstoffe werden durch die Hitze dünnflüssiger und, da sie schwerer als der Wasserdampf sind, in tiefere Bereiche des Reservoirs verdrängt. Von dort werden sie über eine zweite Bohrung mit ebenfalls horizontalem Endabschnitt, die sogenannte Förderbohrung, zur Oberfläche abgepumpt. Der sich zunehmend mit Dampf füllende Teil des Porenraums oberhalb der Injektionsbohrung wird <i>steam chamber</i> („Dampfkammer“) genannt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das SAGD-Verfahren ist zurzeit eine der beiden am häufigsten genutzten In-situ-Techniken zur Förderung von Bitumen und natürlichem Schweröl.
</p>
<dl><dt>CSS (<span lang="en">cyclic steam stimulation</span>, „huff ’n’ puff“)</dt></dl>
<p>„Zyklische Dampfstimulation“: Durch eine einzelne Bohrung wird Dampf über Tage oder Wochen in die Lagerstätte gepresst und anschließend durch dieselbe Bohrung über Wochen oder Monate das Gemisch aus mobilisiertem Bitumen bzw. Schweröl und Wasser abgepumpt. Danach wird der Förderzyklus von neuem begonnen. Das CSS-Verfahren ist die zweite der beiden zurzeit am häufigsten genutzten In-situ-Techniken zur Förderung von Bitumen bzw. Schweröl.
</p>
<dl><dt>THAI (<span lang="en">toe to heel air injection</span>)</dt></dl>
<p>„Zeh-bis-Ferse-Luftinjektion“: Dieses Verfahren gehört zu den sogenannten <i><span lang="en">Vertical-Injector-Horizontal-Producer</span>-Verfahren</i> (VIHP), d.&nbsp;h., es nutzt eine vertikale Injektionsbohrung und eine horizontale Förderbohrung. Zudem zählt es zu den sogenannten <i><span lang="en">In-situ-Combustion</span>-Verfahren</i> (ISC), d.&nbsp;h., die zur Verringerung der Viskosität des Bitumens nötige Wärme wird in der Lagerstätte durch kontrollierte Verbrennung eines kleinen Teils der darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe erzeugt. Hierbei wird über die vertikale Injektionsbohrung Luft oder Sauerstoff in die Lagerstätte gepresst. Entweder entzündet sich ein Teil der leicht entflammbaren Fraktion des Bitumens bzw. Schweröls von selbst oder wird mit einem Brenner entzündet. Durch fortgesetztes Einpressen von Luft bzw. Sauerstoff bewegt sich die Brandfront vom „Zeh“, dem zur Injektionsbohrung hin weisenden Ende der Förderbohrung, zur „Ferse“, dem von der Injektionsbohrung weg weisenden Ende der Förderbohrung. Das durch die Hitze mobilisierte Bitumen bzw. Schweröl vor der Brandfront wird über die Förderbohrung abgepumpt. Eine <a href="Katalysator" title="Katalysator">Katalysator</a>-Schicht auf dem Förderrohr kann hierbei das sogenannte <a href="#„Upgrading“"><span lang="en">Upgrading</span></a> des Bitumens nahezu vollständig vorwegnehmen, sodass faktisch reines Rohöl mit diesem Verfahren aus einer Ölsand- oder Schweröllagerstätte gefördert werden kann (<i>THAI-CAPRI-Verfahren</i>, CAPRI = <i><span lang="en">catalyst upgrading process in situ</span></i>).<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dt>VAPEX (<span lang="en">vapor extraction process</span>)</dt></dl>
<p>„Lösemittelverfahren“: Dieses Verfahren wird bislang (2012) noch nicht zur kommerziellen Förderung eingesetzt. Es ähnelt stark dem SAGD-Verfahren, jedoch wird anstelle von Wasserdampf ein gasförmiges Lösungsmittel in die Lagerstätte injiziert, das die Viskosität des Bitumens verringert. Der Vorteil gegenüber dem SAGD-Verfahren ist, dass das Lösungsmittel bei relativ geringen Temperaturen gasförmig ist und kaum Energie für die Erzeugung von Hitze aufgewendet werden muss. Zudem sorgt das Lösungsmittel für die Abscheidung von <a href="Asphaltene" title="Asphaltene">Asphaltenen</a>, besonders „schweren“ komplexen Verbindungen, aus der Kohlenwasserstofffraktion, wodurch auch bei diesem Verfahren zumindest ein Teil des <span lang="en">Upgrading</span>s bereits während der Förderung vorweggenommen wird.<sup id="cite_ref-VAPEX_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-VAPEX-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Lösungsmittel fungiert primär <a href="Propan" title="Propan">Propan</a>, da es sehr billig ist. Weil sich Propan jedoch unter den Druckbedingungen, die in den meisten Lagerstätten herrschen, verflüssigt, muss es mit einem weiteren, unter Lagerstättenbedingungen nicht-kondensierenden Gas (Methan, Ethan, Stickstoff oder Kohlendioxid) gemischt werden. Zusätzlich kann auch noch Wasserdampf in die Lagerstätte injiziert werden, um den Lösungsvorgang zu beschleunigen.<sup id="cite_ref-VAPEX_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-VAPEX-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufbereitung">Aufbereitung</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bitumen-Extraktion">Bitumen-Extraktion</h4></div>

<p>Im Tagebau geförderter Ölsand muss in mehreren Schritten behandelt werden um das Bitumen von den mineralischen Bestandteilen zu trennen. Hierbei werden oft Verfahren unter Einsatz von heißem Wasser angewendet. Die erste Phase einer solchen Heißwasser-Extraktion wird „<span lang="en">Conditioning</span>“ genannt. Dabei wird der Ölsand zunächst in kleinere Stücke gebrochen und dann mit heißem Wasser und <a href="Natriumhydroxid" title="Natriumhydroxid">Natriumhydroxid</a> gemischt. Daraus resultiert eine Art zäher Ölschlamm (engl.: <i><span lang="en">slurry</span></i>). Dieser wird nach einem älteren Verfahren in großen rotierenden Trommeln (engl.: <i><span lang="en">tumblers</span></i>) mit Luft versetzt und gesiebt, wodurch die gröbsten mineralischen Bestandteile aus dem Schlamm entfernt werden. In moderneren Anlagen erfolgt dieser Arbeitsschritt innerhalb sogenannter Hydrotransport-Pipelines zwischen dem Tagebau und dem Betrieb, in dem die weitere Extraktion erfolgt.
</p><p>Die eigentliche Trennung des Bitumens vom Sand erfolgt in sogenannten <i><span lang="en">Primary Separation Vessels</span></i> („Primärabscheidern“). Bei dieser gravitativen Trennung des mit Luft versetzten Bitumenschlamms sammelt sich in kurzer Zeit (ca. 20 min) oben im Abscheider ein schaumiges Gemisch aus Bitumen und Tonmineralen (engl.: <i><span lang="en">bitumen froth</span></i>, „Bitumenschaum“) und ganz unten setzen sich Sand und Wasser ab (engl.: <i><span lang="en">tailings</span></i>). In der Mitte verbleibt ein Mineral-Wasser-Bitumen-Gemisch, die sogenannten <i><span lang="en">middlings</span></i>. Diese werden der sekundären Separation zugeführt, bei der durch Einblasen von Luft wiederum Bitumenschaum und <span lang="en">Tailings</span> entstehen. In „Entlüftern“ (engl.: <i><span lang="en">de-aerators</span></i>) wird dem Bitumenschaum der Großteil der Luft wieder entzogen. Danach wird das Bitumen mit <a href="Naphtha" title="Naphtha">Naphtha</a> verdünnt und mittels Schrägtisch-Separatoren und <a href="Zentrifuge" title="Zentrifuge">Zentrifugen</a> vom Wasser und den restlichen mineralischen Bestandteilen befreit.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="„Upgrading“"><span id=".E2.80.9EUpgrading.E2.80.9C"></span>„Upgrading“</h4></div>
<p>Bei den durch Extraktion oder mittels In-situ-Abbauverfahren aus Ölsand gewonnenen „sauberen“ Kohlenwasserstoffen handelt es sich meist um Bitumen (Asphalt) oder Schweröl. Diese sind noch nicht für die weitere Verarbeitung in konventionellen Erdölraffinerien geeignet und müssen durch sogenanntes <span lang="en">Upgrading</span> aufbereitet werden. Das im günstigsten Fall „leichte“ und geringviskose Produkt des Upgradings wird auch als <i>synthetisches Rohöl</i> (engl.: <i>synthetic crude oil</i>, SCO) bezeichnet, da es nicht, wie das eigentliche <a href="Erd%C3%B6l" title="Erdöl">Rohöl</a>, direkt aus einer konventionellen Erdöllagerstätte stammt. Grundsätzlich wird hierbei die Aufspaltung der langkettigen Kohlenwasserstoffe durch Temperatur, Katalysatoren, Wasserstoff-Zugabe oder Kohlenstoffabscheidung (zur Erhöhung des Wasserstoff-zu-Kohlenstoff-Verhältnisses) angestrebt. Anschließend wird es von unerwünschten Begleitstoffen (Schwefel, Salz) gereinigt. Das entstandene schwefelarme „sweet crude-oil“ ist leicht zu raffinieren und weiterzuverarbeiten.
</p><p>Damit das Upgrading nicht zwangsläufig am Ort des Abbaus vorgenommen werden muss und das gereinigte Rohbitumen auch direkt via Pipeline bequem zu einem entsprechend ausgestatteten Raffineriekomplex geliefert werden kann, muss seine Viskosität verringert werden. Dies wird meist dadurch erzielt, dass es entweder mit „leichtem“ synthetischem Rohöl oder mit einem leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffgemisch&nbsp;– beispielsweise <a href="Naphtha" title="Naphtha">Naphtha</a>&nbsp;– versetzt wird. Die resultierenden relativ geringviskosen Rohbitumengemische werden <i>Synbit</i> (von englisch <i><u>syn</u>thetic crude&nbsp;+ <u>bit</u>umen</i>) bzw. <i>Dilbit</i> (von englisch <i><u>dil</u>uted <u>bit</u>umen</i>) genannt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kosten_und_Wirtschaftlichkeit">Kosten und Wirtschaftlichkeit</h2></div>
<p>Die kanadischen Athabasca-Ölsandbergwerke können mit dem gegenwärtigen Heißwasser-Prozess geschätzte 750.000&nbsp;Barrel (119.250&nbsp;m³) Rohöl pro Tag liefern. Da nach Überschreiten des globalen <a href="%C3%96lf%C3%B6rdermaximum" title="Ölfördermaximum">Ölfördermaximums</a> die Kapazität der herkömmlichen Ölquellen zurückgeht, werden nichtkonventionelle Ölressourcen wie Ölsand künftig zunehmend zur Ölgewinnung herangezogen werden. Viele Experten bezweifeln jedoch, dass durch die Förderung von Ölsanden der zu erwartende Förderrückgang des konventionellen Öls ausgeglichen werden kann.
</p><p>Im Jahr 2002 führte die Einbeziehung des Ölsandes in die Berechnung der wirtschaftlich förderbaren Ressourcen zu einem sprunghaften Anstieg der weltweiten Erdölreserven um 17,8&nbsp;% beziehungsweise 25&nbsp;Milliarden Tonnen. Allerdings ist die Gewinnung aus Ölsand nicht äquivalent zur Förderung konventionellen Erdöls, denn verglichen mit anderen Erdölfördermethoden weist der Abbau von Ölsanden einen deutlich geringeren <a href="Erntefaktor" title="Erntefaktor">Erntefaktor</a> auf. Während bei den ersten genutzten Ölquellen nur etwa 1–2&nbsp;% der im Öl enthaltenen Energie für die Gewinnung verbraucht wurden, muss bei Ölsanden hierfür ca. ein Drittel bis ein Viertel der in ihnen enthaltenen Energie aufgewandt werden. Der Erntefaktor liegt demnach nur bei 3 bis 4.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Einbeziehung von Ölsandvorkommen in die Schätzung der Erdölreserven ist daher kritisch zu betrachten.
</p><p>Im Jahr 2004 wurden täglich 1&nbsp;Million Barrel (159.000&nbsp;m³) Bitumen aus Ölsand gewonnen. Die Produktionskosten sollen derzeit (Stand 2005) unter 20&nbsp;<a href="US-Dollar" title="US-Dollar">US-Dollar</a> pro Barrel liegen. Die Produktionskosten von Rohöl aus Ölsanden sind hingegen höher und betragen bis zu 40&nbsp;US-Dollar je Barrel (Stand 2003).<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Kostenfrage ist mittlerweile unternehmensseitig die größte Herausforderung bei der Exploration der kanadischen Athabasca-Vorkommen. Die noch nicht aktiv an der Ölsandförderung beteiligte Firma <i>Western Oil Sands</i> äußerte deutliche Sorge, dass ihre geplanten Aufwendungen für die Ölsandförderung aus dem Ruder laufen könnten. Einem Bericht des Rohstoff-Infodienstes <a href="Platts_(Unternehmen)" class="mw-redirect" title="Platts (Unternehmen)">Platts</a> vom 6.&nbsp;Juli 2006 zufolge habe <i>Western Oil Sands</i> seine anfängliche Budgetfestlegung von 13,5 Milliarden <a href="Kanadischer_Dollar" title="Kanadischer Dollar">Kanadische Dollar</a> (zirka 12,2 Milliarden US-Dollar) bereits um 50&nbsp;% überschritten. Auch die bereits voll produktiven Firmen wie <i>Suncor Energy</i> sind besorgt hinsichtlich der Kosten geplanter Expansionen.
</p><p>Die Berechnung der Kosten und Wirtschaftlichkeit einer Förderung von Ölsanden ist schwierig, da unklar ist, in welcher Höhe ökologische Kosten einberechnet werden müssen. Die Zukunft der Ölsandausbeutung in Alberta ist überdies ungewiss, da die rasante Ausbreitung des <a href="Fracking" class="mw-redirect" title="Fracking">Fracking</a>-Verfahrens – vor allem in den USA – die Wirtschaftlichkeit des Abbaus immer unwahrscheinlicher macht.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auswirkungen_auf_Umwelt_und_Klima">Auswirkungen auf Umwelt und Klima</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemeines_2">Allgemeines</h3></div>
<p>Der Abbau von Ölsand im Tagebau, die Bitumenextraktion und die Aufbereitung des Bitumens zu raffinationsfähigem synthetischen Erdöl, aber auch die <a href="#Abbau_und_Gewinnung">In-situ-Gewinnung</a> von Öl aus Ölsand haben generell eine deutlich schlechtere <a href="%C3%96kobilanz" class="mw-redirect" title="Ökobilanz">Ökobilanz</a> als die konventionelle Erdölförderung. Nachteilige Auswirkungen auf Umwelt und Klima ergeben sich vor allem aus dem hohen <a href="Wasserverbrauch" title="Wasserverbrauch">Wasserverbrauch</a> und insbesondere aus den großen Mengen anfallenden <a href="Abwasser" title="Abwasser">Abwassers</a> sowie dem hohen Energiebedarf. Mit jedem produzierten Barrel synthetischen Öls fallen mehr als 80&nbsp;Kilogramm <a href="Treibhausgas" title="Treibhausgas">Treibhausgase</a> und ungefähr vier Barrel Abwasser an. Im Falle der Förderung im Tagebau kommen drastische Auswirkungen auf die lokalen <a href="%C3%96kosystem" title="Ökosystem">Ökosysteme</a> hinzu. Der Abbau von Ölsanden ist zudem mit einer starken Freisetzung von sekundären organischen <a href="Aerosol" title="Aerosol">Aerosolen</a> verbunden. Diese sind ein wichtiger Bestandteil von <a href="Feinstaub" title="Feinstaub">Feinstaub</a> und haben als <a href="Luftverschmutzung" title="Luftverschmutzung">Luftschadstoff</a> Auswirkungen auf die <a href="Luftqualit%C3%A4t" title="Luftqualität">Luftqualität</a>, haben zugleich aber auch Auswirkungen auf das Klima. Der kanadische Ölsandabbau ist für eine Produktion von 45 bis 84 Tonnen pro Tag verantwortlich, was die Tagebaue zu einer der größten Quellen sekundärer organischer Aerosole in <a href="Nordamerika" title="Nordamerika">Nordamerika</a> macht.<sup id="cite_ref-Liggio_2016_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Liggio_2016-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Situation_in_Alberta">Situation in Alberta</h3></div>
<p>In Alberta zerstört der Abbau des Ölsandes im Tagebau vollständig den <a href="Borealer_Nadelwald" title="Borealer Nadelwald">borealen Wald</a>, die <a href="Moor" title="Moor">Moore</a>, die Flüsse und andere Elemente der natürlichen Landschaft im Abbaugebiet.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedoch ist Ölsandförderung im Tagebau in Alberta insgesamt nur auf einer Fläche von 4800&nbsp;km² möglich (3,3&nbsp;% der Gesamtfläche mit Ölsandlagerstätten im Untergrund) von der bis zum 31. Dezember 2012 nur 767&nbsp;km² tatsächlich von Tagebauen eingenommen wurden (0,2&nbsp;% der Gesamtfläche des borealen Waldes von Alberta). Des Weiteren sind die Bergbaufirmen in Alberta verpflichtet, die genutzten Flächen nach Schließung der Gruben und Aufbereitungsanlagen wieder <a href="Renaturierung" title="Renaturierung">in einen natürlichen Zustand zu versetzen</a>. Es kann allerdings mehr als 15 Jahre dauern, bis in den betreffenden Gebieten wieder ein funktionierendes Ökosystem entstanden ist.<sup id="cite_ref-ACEF_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-ACEF-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Außerdem können während des Betriebes Schadstoffe aus den Tagebauen und den Ölsand-Aufbereitungsanlagen in die Umgebung gelangen.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die In-Situ-Gewinnung des Ölsandes beeinträchtigt die lokale Umwelt generell in deutlich geringerem Maße.<sup id="cite_ref-ACEF_21-1" class="reference"><a href="#cite_note-ACEF-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Die Zunahme der Erdölgewinnung aus Ölsand und der damit verbundene Anstieg der Treibhausgasemissionen führten schließlich zum Rücktritt Kanadas vom <a href="Kyoto-Protokoll" title="Kyoto-Protokoll">Kyoto-Protokoll</a>,<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in dem es sich verpflichtet hatte, seine Emissionen bis 2012 um 6&nbsp;Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu verringern. Jedoch hatten bis 2010 die Treibhausgasemissionen Kanadas seit 1990 um 17,4&nbsp;% zugenommen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem lassen Messungen, die 2013 in der Luft über den Ölsand-Tagebauen in Alberta vorgenommen wurden, darauf schließen, dass die durch den Ölsand-Abbau erzeugten CO<sub>2</sub>-Emissionen teils bei weitem höher sind als es die bisher üblichen und international empfohlenen bodennahen Messungen nahelegen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>G. V. Chilingarian, T. F. Yen (Hrsg.): <i>Bitumens, Asphalts and Tar Sands</i> (Developments in Petroleum Science, Band&nbsp;7). Elsevier, Amsterdam (u.&nbsp;a.) 1978, ISBN 978-0-444-41619-3</li>
<li>A. G. Oblad, J. W. Bunger, F. V. Hanson, J. D. Miller, H. R. Ritzma, J. D. Seader: <i>Tar Sand Research and Development at the University of Utah</i>. In: <i>Annual Review of Energy</i>, Band&nbsp;12, 1987, S.&nbsp;283–356, <a href="https://doi.org/10.1146/annurev.eg.12.110187.001435" class="extiw external" title="doi:10.1146/annurev.eg.12.110187.001435">doi:10.1146/annurev.eg.12.110187.001435</a></li>
<li>Oil Sands Discovery Centre (Hrsg.): <i>Facts about Alberta’s oil sands and its industry.</i> Fort McMurray, Kanada 2016; Wikimedia Commons (PDF; 2&nbsp;MB)</li>
<li>Ludger Bastien, H. Peter Dörrenbächer, Petra Dolata: <i>Die naturräumlichen Potenziale Kanadas.</i> In: Ursula Lehmkuhl (Hrsg.): <i>Länderbericht Kanada.</i> <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, Bonn 2018, S.&nbsp;275&nbsp;f. (Info-Kasten <i>Öl-/Teersande in Alberta und Pipelinebau in British Columbia</i>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/%C3%96lsand" class="extiw external" title="wikt:Ölsand">Wiktionary: Ölsand</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Oil_sands?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Ölsand</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li>Bernd Schröder: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Der-kanadische-Oelsand-Komplex-3417921.html"><i>Der kanadische Ölsand-Komplex, Teil 1 – Ein Boom und seine Folgen.</i></a> <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a>, 2. April 2008</li>
<li>Detlef Bimboes: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ag-friedensforschung.de/themen/oel/kanada.html"><i>Das neue Ölscheichtum Kanada oder die wundersame Vermehrung der globalen Ölvorräte.</i></a> AG Friedensforschung, Original erschienen in <i>Solarzeitalter</i> Nr. 2/2003</li>
<li><a href="Volker_Mrasek" title="Volker Mrasek">Volker Mrasek</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/443620/"><i>Sand im Klimagetriebe.</i></a> <a href="Deutschlandfunk" title="Deutschlandfunk">Deutschlandfunk</a>, Sendung vom 30. November 2005</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oilsandsdiscovery.com/">Oil Sands Discovery Centre.</a> Informationen zu den Alberta-Ölsanden auf der offiziellen Webpräsenz der Provinz Alberta</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oilsandsreview.com/">Oilsands Review.</a> Online-News- und Informationsplattform mit ökonomischem Schwerpunkt zu Themen im Zusammenhang mit den Alberta-Ölsanden</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pembina.org/oil-sands">Oil Sands.</a> Webseite des <a href="Pembina_Institute" title="Pembina Institute">Pembina Institute</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://h2oildoc.com/home/"><i>H2Oil.</i></a> Dokumentarfilm (2009)</li>
<li>Christopher Gerisch: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=mh842gRjkZg"><i>Ölsand – Der dreckige Reichtum Kanadas.</i></a> Aufzeichnung einer Folge der 3sat-Dokureihe <i>hitec</i> auf YouTube (Erstausstrahlung: 3. August 2009)</li>
<li>Christopher Gerisch: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=a0i88OKU2I8"><i>Ölsand – Die Gier nach Kanadas schwarzem Gold.</i></a> Aufzeichnung der Folge der ZDF-Reihe <i>Abenteuer Wissen</i> auf YouTube (Erstausstrahlung: 25. Februar 2009)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Guy DeSantis: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://context.capp.ca/energy-matters/2019/mythbuster_oil-vs-tar"><i>Myth: Tar Sands versus Oil Sands: What’s in a name?</i></a> In: <i>Context: Energy Examined.</i> Canadian Association of Petroleum Producers, 7.&nbsp;Juli 2019,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;Januar 2021</span>: „The resource is technically known as bituminous sands because bitumen, a heavy petroleum product, is mixed with the sand. The resource contains zero tar. Not one bit. It makes sense to describe the resource as oil sands because oil is what is finally derived from the bitumen.“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3A%C3%96lsand&amp;rft.title=Myth%3A+Tar+Sands+versus+Oil+Sands%3A+What%E2%80%99s+in+a+name%3F&amp;rft.description=Myth%3A+Tar+Sands+versus+Oil+Sands%3A+What%E2%80%99s+in+a+name%3F&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fcontext.capp.ca%2Fenergy-matters%2F2019%2Fmythbuster_oil-vs-tar&amp;rft.creator=Guy+DeSantis&amp;rft.publisher=Canadian+Association+of+Petroleum+Producers&amp;rft.date=2019-07-07">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Liggio_2016-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Liggio_2016_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Liggio_2016_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">John Liggio, Shao-Meng Li, Katherine Hayden und 22 weitere Autoren: <i>Oil sands operations as a large source of secondary organic aerosols</i>. In: <i><a href="Nature" title="Nature">Nature</a></i>, Band&nbsp;534, 2016, S.&nbsp;91–94, <a href="https://doi.org/10.1038/nature17646" class="extiw external" title="doi:10.1038/nature17646">doi:10.1038/nature17646</a></span>
</li>
<li id="cite_note-Czarnecki05-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Czarnecki05_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Czarnecki05_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Czarnecki05_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Jan Czarnecki, Boryan Radoev, Laurier L. Schramm, Radomir Slavchev: <i>On the nature of Athabasca Oil Sands</i>. In: <i>Advances in Colloid and Interface Science</i>, Band&nbsp;114–115, 2005, S.&nbsp;53–60, <a href="https://doi.org/10.1016/j.cis.2004.09.009" class="extiw external" title="doi:10.1016/j.cis.2004.09.009">doi:10.1016/j.cis.2004.09.009</a></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">BP: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bp.com/content/dam/bp/business-sites/en/global/corporate/pdfs/energy-economics/statistical-review/bp-stats-review-2020-full-report.pdf"><i>Statistical Review of World Energy 2020.</i></a> (PDF) 69th edition. BP, 15.&nbsp;Juni 2020, <span style="white-space:nowrap;">S. 14</span>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21.&nbsp;Januar 2021</span>: „Oil – Total proved reserves (in billion tonnes (barrels)): Total World: 244.6 (1733.9); Canadian oil sands: 26.4 (162.4); Venezuela: Orinoco Belt: 42,0 (261.8)“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3A%C3%96lsand&amp;rft.title=Statistical+Review+of+World+Energy+2020&amp;rft.description=Statistical+Review+of+World+Energy+2020&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.bp.com%2Fcontent%2Fdam%2Fbp%2Fbusiness-sites%2Fen%2Fglobal%2Fcorporate%2Fpdfs%2Fenergy-economics%2Fstatistical-review%2Fbp-stats-review-2020-full-report.pdf&amp;rft.creator=BP&amp;rft.publisher=BP&amp;rft.date=2020-06-15">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">C.J. Schenk, T.A. Cook, R.R. Charpentier, R.M. Pollastro, T.R. Klett, M.E. Tennyson, M.A. Kirschbaum, M.E. Brownfield, J.K. Pitman: <i>An estimate of recoverable heavy oil resources of the Orinoco Oil Belt, Venezuela.</i> U.S. Geological Survey Fact Sheet 2009–3028, U.S. Department of the Interior/U.S. Geological Survey, 2009, 4&nbsp;S. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://pubs.usgs.gov/fs/2009/3028/">online</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-DNRC2013a-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-DNRC2013a_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-DNRC2013a_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Oil Sands – A Strategic Resource for Canada, North America and the Global Market. Energy Security and Economic Benefits.</i> Natural Resources Canada, 2013; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.nrcan.gc.ca/sites/www.nrcan.gc.ca/files/energy/pdf/eneene/pubpub/pdf/12-0653-OS-Energy_Security-EconoBenefits_us-eng.pdf">nrcan.gc.ca</a> (PDF; 2,8&nbsp;MB)</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Anmerkung: Da Schweröl- und Bitumenvorkommen für die Ölindustrie einem immer höheren Stellenwert einnehmen, u.&nbsp;a. weil die zunehmende Verknappung konventionellen Erdöls und der technische Fortschritt die Gewinnung von Rohöl aus natürlichem Schweröl und Bitumen immer wirtschaftlicher machen, werden solche Vorkommen in den offiziellen Statistiken tatsächlich immer öfter bei den jeweiligen nationalen Ölreserven mit eingerechnet.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Alberta (Kanada) - Ölsandabbau</cite>. Vereinigte Staaten von Amerika (USA), Kanada - Wirtschaft. In: <cite style="font-style:italic">Diercke Weltatlas, Karten &amp; Infos für Erdkunde</cite>. Westermann, Braunschweig 2015, ISBN 978-3-14-100800-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>214</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.diercke.de/content/alberta-kanada-%C3%B6lsandabbau-978-3-14-100800-5-214-1-1?&amp;stichwort=%C3%96lsand">diercke.de</a> [abgerufen am 25.&nbsp;April 2017] Abb. 1, Maßstab 1&nbsp;: 6.000.000).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:%C3%96lsand&amp;rft.atitle=Alberta+%28Kanada%29+-+%C3%96lsandabbau&amp;rft.btitle=Diercke+Weltatlas%2C+Karten+%26+Infos+f%C3%BCr+Erdkunde&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783141008005&amp;rft.pages=214&amp;rft.place=Braunschweig&amp;rft.pub=Westermann" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100128052532/http://www.petropolis-film.com/"><i>Petropolis. Aerial Perspectives on the Alberta Tar Sands.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.petropolis-film.com%2F">Originals</a></span> vom 28. Januar 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.petropolis-film.com/">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.petropolis-film.com/">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.petropolis-film.com</span> Dokumentarfilm, Kanada 2009</span>
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